Burnout

Gerade habe ich ein Buch über die Eroberung Wilhelms des Eroberers gelesen. Das war wirklich spannend. Ich verstehe, wenn das Thema manche Menschen überhaupt nicht interessiert, denn mich interessiert ja auch nicht alles. Es ist nur so, dass ich glaube, dass jeder Mensch eine Vorliebe braucht. Sei es Musik, Bücher oder irgendein Handwerk. Es ist wirklich schön, wenn man etwas hat, was nur einem selbst gehört und man es mit niemandem teilen muss. Für mich sind das die Historischen Bücher und Musik. In der heutigen Zeit nimmt sich kaum jemand mehr Zeit für sich. Wir sind alle damit beschäftigt zur Arbeit zu gehen, Geld zu verdienen, zu funktionieren, so dass wir dabei uns selbst vergessen und irgendwann kommt der große Schreck. Die Krankheit Burnout ist jedem bekannt und trotzdem weiß ich nicht, ob das alle ernst nehmen. Es ist kein Trend-Zustand. Das braucht nicht jeder. Burnout klingt nach erschöpft sein. Es klingt so, als ob man einen Burnout bekommt, wenn man besonders ambitioniert ist. Wie eine Krönung. Doch Burnout ist nicht anderes als die bekannten Depressionen. Und Depressionen will ja auch keiner haben. Warum dann Burnout? Manchmal kommt es mir so vor, als ob sich Promis damit brüsten würden. Nach dem Motto 'Schaut mal wie fleissig ist gewesen bin'. Aber das ist Schwachsinn. Menschen mit Depressionen brüsten sich mit ihrer Krankheit nicht, denn sie fühlen sich am Ende. Für sie gibt es kaum mehr Freuden im Leben. Ein Weg aus den Depressionen ist schwer. Man braucht Jahre dafür und einen guten Therapeuten. Es ist nicht wahr, dass man einfach für zwei Monaten sich krankschreiben lassen sollte und damit wäre dann alles ok. Es ist viel mehr als ein Zustand. Das sollte den Menschen klarwerden.

14.11.11 16:24

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