Herbst und Winter

Oh je, es ist Herbst und ich spüre, wie sich die Welt um mich mal wieder verändert. Die Tage werden kürzer, die Menschen verkriechen sich in ihren vier Wänden und die allgemeine Lebensfreude schwindet.
Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber ich habe das Gefühl, dass es jeder Jahr im Herbst passiert und keiner kann das ändern. Zum Glück fühle ich mich mit all meinen Büchern wohl, aber manchmal fehlt mir jetzt schon die Sonne und die Wärme. Ich sitze so gerne draußen in Cafés und schwatze mit meinen Freundinnen und beobachte die Menschen auf den Straßen.
Für das nächste halbe Jahr ist Schluss damit. Schade.
Was mich ebenso fertig macht, mir ist im Winter immer so kalt. Ich trage zu Hause überall meine Wärmflasche mit mir rum. Ehrlich. Das ist fast schon freakig.
Jetzt habe ich mir auch noch eine Wärmelampe über die Essener Inserate gekauft. Und nun wärme ich abwechselnd mit der Wärmflasche und der Lampe. Ich habe gehört, dass so eine Lampe sich positiv auf die Stimmung auswirken soll. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich so ist, aber sie tut mir gut. Das Licht ist wirklich toll. Wenn man die Augen zumacht, dann kommt es mir so vor, als ob die Sonne scheinen und mich wärmen würde. Sehr angenehm.
Im Winter ist es schwer immer gut drauf zu sein. Ich kenne so viele Menschen, denen die dunklen Monate richtig zusetzen. Ein Freund von mir versucht bspw. im Winter für längere Zeit zu verreisen. Letztes Jahr war er in Mexiko und in diesem Jahr zieht es ihn in den nahen Osten. Ja, ich weiß, das klingt nicht unbedingt nach Urlaub. Und das macht mir auch Angst. Ich hoffe, er kommt gesund nach Hause.

1 Kommentar 21.11.11 09:50, kommentieren

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Burnout

Gerade habe ich ein Buch über die Eroberung Wilhelms des Eroberers gelesen. Das war wirklich spannend. Ich verstehe, wenn das Thema manche Menschen überhaupt nicht interessiert, denn mich interessiert ja auch nicht alles. Es ist nur so, dass ich glaube, dass jeder Mensch eine Vorliebe braucht. Sei es Musik, Bücher oder irgendein Handwerk. Es ist wirklich schön, wenn man etwas hat, was nur einem selbst gehört und man es mit niemandem teilen muss. Für mich sind das die Historischen Bücher und Musik. In der heutigen Zeit nimmt sich kaum jemand mehr Zeit für sich. Wir sind alle damit beschäftigt zur Arbeit zu gehen, Geld zu verdienen, zu funktionieren, so dass wir dabei uns selbst vergessen und irgendwann kommt der große Schreck. Die Krankheit Burnout ist jedem bekannt und trotzdem weiß ich nicht, ob das alle ernst nehmen. Es ist kein Trend-Zustand. Das braucht nicht jeder. Burnout klingt nach erschöpft sein. Es klingt so, als ob man einen Burnout bekommt, wenn man besonders ambitioniert ist. Wie eine Krönung. Doch Burnout ist nicht anderes als die bekannten Depressionen. Und Depressionen will ja auch keiner haben. Warum dann Burnout? Manchmal kommt es mir so vor, als ob sich Promis damit brüsten würden. Nach dem Motto 'Schaut mal wie fleissig ist gewesen bin'. Aber das ist Schwachsinn. Menschen mit Depressionen brüsten sich mit ihrer Krankheit nicht, denn sie fühlen sich am Ende. Für sie gibt es kaum mehr Freuden im Leben. Ein Weg aus den Depressionen ist schwer. Man braucht Jahre dafür und einen guten Therapeuten. Es ist nicht wahr, dass man einfach für zwei Monaten sich krankschreiben lassen sollte und damit wäre dann alles ok. Es ist viel mehr als ein Zustand. Das sollte den Menschen klarwerden.

14.11.11 16:24, kommentieren

Bücher

Es gibt Ausnahmekünstler - Menschen, die einen in bestimmte Gefühlslagen schicken können. Ob Musik, Kunst oder Literatur. Der Moment, in dem man so eine Person ausfindig macht, ist ganz besonders. Vor über einem Jahr habe ich eine neue Liebe zur Literatur gefunden. Ich habe schon immer gerne geschrieben und gelesen, aber es fiel mir schwer ein Buch zu finden, das mich wirklich fesselt und mich in eine andere Welt entführt. Ich musste immer lange suchen und oftmals habe ich Bücher einfach nicht zu Ende gelesen, weil sie mich nicht angesprochen haben. Doch vor ca. eineinhalb Jahren kam ich durch einen puren Zufall an ein bestimmtes Buch und dieses Buch hat mein Leben verändert. Ganz ehrlich so war es. Ich bin eines Nachmittags durch die Straßen gelaufen, als ich am Straßenrand eine Kiste mit Büchern sah. Irgendjemand wollte sich seiner alten Bücher entsorgen und stellte sie einfach raus. Ich habe mich über den Karton gebeugt und einige Bücher rausgenommen. Eines davon war unheimlich dick und ohne großartig nachzulesen habe ich das Buch mit nach Hause genommen. Die rund 800 Seiten habe ich innerhalb weniger Tage durchgelesen und war traurig, als das Buch zu Ende gelesen war. Ich hab mich im Netz nach ähnlichen Büchern umgeschaut und habe festgestellt, dass ich am Anfang stand. Es gab noch so viele Historische Bücher, die ich lesen konnte. Ich habe mir mindestens drei Bücher auf einmal bestellt. Nun lese ich und lese und finde kein Ende. Über die englischen Könige weiß ich bereits alles. Und nun bin ich bei den Schotten. Einfach spannend.

1 Kommentar 9.11.11 16:10, kommentieren